juergen_brinkmann

„Morgen
kann kommen“

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr 2019 ging für die Fiducia & GAD mit dem Ausscheiden ihres Vorstandsvorsitzenden Klaus-Peter Bruns eine Ära zu Ende. Seit dem Zusammenschluss vor fünf Jahren stand er für die Konsolidierung und strategische Neuausrichtung der genossenschaftlichen IT und war Garant für einen konsequenten Kurs auf diesem alles andere als einfachen Weg. Für seine Verdienste und Impulse für die Zukunftsfähigkeit der Genossenschaftsbanken und ihre digitale Transformation danken wir Klaus-Peter Bruns herzlich.

Gleichzeitig hat die Fiducia & GAD im vergangenen Jahr mit hohem Engagement und Tempo ihre eigene Transformation und die vielen Herausforderungen im Rahmen der digitalen Umsetzung von KundenFokus vorangetrieben.

Die IT-Konsolidierung ist abgeschlossen, damit ist eine wichtige Basis für die Zukunft gelegt. Heute steht vor uns ein Unternehmen, das den Wandel von der ehemaligen Rechenzentrale zum modernen IT-Dienstleister der Volksbanken und Raiffeisenbanken erfolgreich vollzogen und die Weichen für seine künftige Aufgabe als sogenannter Enabler für das Banking von morgen gestellt hat.

Wir sehen heute eine Fiducia & GAD, die kurz davorsteht, die neue, agile Aufbauorganisation in den operativen Betrieb zu überführen – mit Geschäfts- und Servicefeldern, die in Zukunft nur noch eine Denkrichtung kennen, nämlich die Perspektive des Marktes und der Kunden. Und wir sehen eine Fiducia & GAD, die konsequent den Weg zum Plattformbetreiber geht und für die Welt der genossenschaftlichen Finanzinstitute künftig Dreh- und Angelpunkt sämtlicher IT-bezogener Anforderungen sein wird. Dazu gehört auch die Integration smarter und intelligenter Softwarelösungen aus dem Drittmarkt und von Verbundpartnern.

Wir spüren mit großer Erleichterung wesentliche Fortschritte und Verbesserungen in Qualität und Stabilität der bestehenden Systeme. An dieser Stelle gilt der Fiducia & GAD ein besonderes Lob – denn sie hat nicht nur mit aller Kraft die Weichen für die Zukunft gestellt, sondern mit gleicher Kraft die Lasten der Vergangenheit bewältigt.

Wir können guten Gewissens sagen: „Morgen kann kommen“ – diesen neuen Leitsatz der genossenschaftlichen FinanzGruppe kann die Fiducia & GAD angesichts dieser Leistungen mit Fug und Recht auch für sich reklamieren. Wir sind bereit für Neues.

Gleichwohl ist uns auch ein halbes Jahr nach dem Tod von Jens-Olaf Bartels immer noch schmerzlich präsent, einen liebenswerten Menschen verloren zu haben, der mit sehr viel Freude und großem Engagement den Aufbruch der Fiducia & GAD in das neue Jahrzehnt mitgestalten wollte – und durch so tragische Umstände aus unserer Mitte gerissen wurde. Ich bin mir aber sicher: Jens-Olaf Bartels wäre stolz auf das bis jetzt Erreichte in der strategischen Neuausrichtung dieses Unternehmens.

 

 

Jürgen Brinkmann

Vorsitzender des Aufsichtsrats